FIZIKA/PHYSIK, Spannende Versuche

Für Neugierige von 10 bis 14 Jahren - Kurs am BG/BRG für Slowenen

  • Bild 1: Im Physiksaal, © Kristijan Sadnikar

    Im Physiksaal, © Kristijan Sadnikar

  • Bild 2: Beim Sonnenofen, © Magdalena Kulnik

    Beim Sonnenofen, © Magdalena Kulnik

  • Bild 3: Spannende Versuche im Physiksaal, ©Niko Ottowitz

    Spannende Versuche im Physiksaal, ©Niko Ottowitz

  • Bild 4: Am Spielplatz des EXPI, ©Niko Ottowitz

    Am Spielplatz des EXPI, ©Niko Ottowitz

11 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Kärntner Schulen setzten sich am 25. und 26. 4. 2019 mit dem Thema »Spannende Physikversuche - Berühre die Phänomene!« auseinander. Die Veranstaltung am Slowenischen Gymnasium fand im Rahmen des Talentecamps 2018/19, das von der Pädagogischen Hochschule und der Bildungsdirektion für Kärnten organisiert wurde, statt.
Was ist Licht? Wie schnell breitet sich ein Laserstrahl aus, wie schnell ist der Schall? Wie baut man den einfachsten Elektromotor der Welt? Wie funktioniert eine Wolkenmaschine? Warum wird eine Salatöldose vom Luftdruck zerquetscht? Wie entstehen Farben?
Kann man Sonnenenergie direkt nutzen? Diese Frage beantwortete der Sonnenofen des Slowenischen Gymnasiums. In einigen Minuten erwärmte die Frühlingssonne Wasser auf 70 Grad Celsius, danach bereitete sie uns leckere heiße Waffeln und Muffins zu – es duftete wie in einer Konditorei.
Wie sieht es auf der Sonnenoberfläche aus? Eine Antwort auf diese Frage gab uns das Sonnenteleskop Coronado PST. Man konnte schöne Eruptionen, sogenannte Protuberanzen beobachten. Unglaublich, wie dynamisch die Sonnenoberfläche ist – ein brodelnder »Kessel« aus glühenden Gasen. Die etwas kühleren Gegenden waren als Sonnenflecken zu beobachten.
Viele interessante Fragen wurden mit Hilfe von Experimenten behandelt. Die jungen Forscherinnen und Forscher waren bei den Versuchen mit Begeisterung dabei, ist es doch ein wahres Vergnügen, selbständig in Kleingruppen Naturphänomene und -geheimnisse zu erforschen. Die Bedeutung von praktischen naturwissenschaftlichen Übungen hat eigentlich schon der altchinesische Denker Konfuzius erkannt: »Ich höre und vergesse, ich sehe und behalte, ich handle und verstehe.«
Sehr intensiv konnten die Überraschungen der Natur beim Besuch des EXPI hands on Science Center in Gotschuchen erlebt werden. Es ist wie mit dem Fahrrad fahren: Man kann es nicht aus einem Buch lernen, sondern muss es selber tun. Ein herzlicher Dank gilt Samo Kupper für die wunderbare Umsetzung einer Idee, die seit neun Jahren eine lebendige Beschäftigung mit den Naturwissenschaften ermöglicht.
Es ist schön, mit motivierten Jugendlichen zu arbeiten. Das Erforschen der Schönheiten und Überraschungen der Natur verursacht ein eigentümliches Glänzen in den Augen der Kinder. Dieses Glänzen ist eine Folge der Begeisterung für die Naturwissenschaften und hinterlässt auch beim Lehrer als Begleiter der jungen Naturforscherinnen und Naturforscher ein sehr befriedigendes Gefühl.


Niko Ottowitz

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