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SCHULBIBLIOTHEK

Präsentation des Projekts „Wenn Grenzen sprechen“

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Am 28. November fand in der Schulbibliothek eine interessante Veranstaltung statt, an der die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5B, 6B und 7A des Slowenischen Gymnasiums sowie der Klasse 3AK der Zweisprachigen Handelsakademie teilnahmen. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Slowenischen Studienbibliothek in Klagenfurt organisiert. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung des grenzüberschreitenden Projekts „Ko spregovorijo meje“ (Wenn Grenzen sprechen), das von der Literatur- und Volkskundlerin Dr. Manja Miklavc initiiert wurde. Ziel des Projekts war es, Erinnerungen von Menschen zu bewahren, die entlang der slowenisch-österreichischen Grenze leb(t)en. Es umfasst eine wissenschaftliche Monografie sowie einen gleichnamigen Dokumentarfilm.

Die Monografie enthält 355 beeindruckende Erinnerungsberichte, die auf beiden Seiten Kärntens gesammelt wurden. Dieses wertvolle Material gibt Einblicke in das Leben der Menschen an der Grenze, ihre Kriegserinnerungen, Geschichten über Schmuggel und gegenseitige Hilfe in schwierigen Zeiten. An der Forschung beteiligten sich 69 Informantinnen und Informanten, unter ihnen z. B. auch Ernst Blajs, Franci, Karla und Zdravko Haderlap, Vili Ošina sowie Melhijor und Romana Verdel.

Die Veranstaltung umfasste die Präsentation der Monografie und des Dokumentarfilms sowie ein Gespräch mit Dr. Manja Miklavc, das von Dragana Laketić, Leiterin der Slowenischen Studienbibliothek, moderiert wurde. Die Schülerinnen und Schüler folgten mit großem Interesse den Ausführungen der Autorin über die Entstehung des Projekts, die Herausforderungen der Feldforschung und die Bedeutung dieser Arbeit. Dr. Miklavc betonte den Wert gegenseitiger Hilfe in der Vergangenheit, den Respekt gegenüber älteren Generationen und die Wichtigkeit, Erinnerungen für die Zukunft zu bewahren, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Sie ermutigte die Jugendlichen, selbst Geschichten ihrer Vorfahren zu erforschen und zu sammeln, denn solche Erzählungen sind ein unschätzbarer Teil unseres gemeinsamen kulturellen Erbes.

Koordination: Nadja Senoner, Dragana Laketić (SŠK)

Nadja Senoner